Am Abend des zweiten Turniertags veröffentlichte die ESL soeben Details zum DDos-Angriff auf das Netzwerk der Extreme Masters. So erklärt Björn Metzdorf, IT Direktor der ESL, dass ein Botnetzwerk bestehend aus über 1000 IPs eine dauerhafte Attacke ausgeübt habe. Während die Firewalls den Angriff abblocken konnten, habe die Datenflut die 100MBit-Leitung schließlich allerdings zum Erliegen gebracht.
Zahlreiche Stunden haben sich die Turniere auf den Intel Extreme Masters World Championships gestern und heute nach hinten verschoben. Grund dafür war der Angriff eines Botnetzwerks auf die Messehalle beziehungsweise die Leitung der Deutschen Telekom. Nun nimmt die ESL erstmals offiziell Stellung zu den Vorkommnissen.
Metzdorf, der in 10 Jahren Tätigkeit für die ESL an über 400 Events mitgewirkt hat, erklärte, dass ein großes Botnetzwerk, über 1000 IPs, einen dauerhaften Angriff auf die Leitung zur Halle ausgeübt habe. Die zwei Firewalls, die bei einem Event dieser Größenordnung für Sicherheit sorgen, hätten ganze Arbeit geleistet und die Attacke abwehren können. Das habe allerdings zur Folge gehabt, dass die Unmenge an einströmenden Daten die Leitung schlussendlich vollkommen ausgelastet und zum Erliegen gebracht habe. Wie dieser Grafik der ESL zu entnehmen ist, erfolgten die Überlastungen in vier Wellen gegen 11, 13, 14 und 18 Uhr.
Das Resultat ist bekannt - der Internetzugang war Zeitweise nicht möglich; Counter-Strike, Quake Live und World of Warcraft waren nicht oder nur unter äußerst schlechten Bedingungen spielbar. Erst am frühen Abend gelang es der ESL in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom und der Deutsche Messe AG die Probleme in Gänze zu beheben.
Während die Partien in CS und WoW noch heute Abend ausgetragen werden, wurde beschlossen, die noch ausstehenden Begegnungen in Quake Live auf morgen zu verschieben. |
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